6 Lügen, die dir deine Angst ständig erzählt

Wann hast du dich das letzte Mal völlig in Frieden gefühlt mit deinem Leben und mit dir selbst? Manchmal kann unser Verstand in dunklen Räumen verweilen mit negativen Einflüssen, wie zum Beispiel Ängsten. Gibt es Zeiten, in denen die Stimme der Angst lauter ist als deine eigene? Fällt es dir schwer zu unterscheiden zwischen Gedanken, die auf der Realität beruhen und Gedanken, die lediglich Lügen sind und deinen Verstand vernebeln?

Zu erkennen, welche Gedanken auf Angst basieren und falsch sind ist der erste Schritt, um deine Denkweise zu ändern, was dir dabei hilft, dein Selbstbild und dein Leben als Ganzes zu verändern. In diesem Sinne, hier sind sechs gängige Lügen, die dir deine Angst vorgaukeln kann und wie du diese Gedanken stattdessen neu formulieren kannst.

1. Alle sind auf deine Schwächen fixiert

Wer zum ersten Mal ins Fitnessstudio geht ist oft zögerlich und schüchtern. Es fehlt ihnen an Erfahrung und Selbstvertrauen in einer neuen Umgebung. Du denkst, dass du als die unerfahrenste Person im Raum auffallen wirst, oder dass andere Fitnessstudiobesucher dich wegen deines Körpers hart verurteilen werden. Was du nicht weißt ist, dass jeder dort zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist und mit der Verbesserung seines eigenen Körpers, um sich um andere zu kümmern.

Ersetze das Fitnessstudio durch eine andere soziale Situation und du wirst feststellen, dass das Gleiche gilt. Denke daran, dass jeder Mensch seine eigenen Unsicherheit hat, auch die Person, mit der du interagierst. Gewinnen deinen geistigen Freiraum zurück, in dem du dich darauf konzentrierst im Hier und Jetzt zu sein. Sei präsent in deiner Umgebung, sei präsent bei den Menschen, mit denen du gerade Zeit verbringst.

Du wirst feststellen, dass je weniger du dich auf diese negativen Gefühle fokussiert und je mehr du dich darauf konzentrierst, du selbst zu sein – unabhängig von diesen Unsicherheiten – desto selbstbewusster wirst du dich fühlen.

2. Du bist noch nicht bereit

Denke an jemanden, den du bewunderst, ob fiktiv oder nicht. Was wäre wenn sie die Aufforderung zum Handeln ablehnen, sei es die Annahme einer Einladung in eine magische Zauberschule, oder sich freiwillig als Tribut bei den Hunger Games, nur weil sie das Gefühl haben, nicht bereit zu sein? Deiner Welt würde ein wichtiger Beitrag vorenthalten.

Wenn du vor der Entscheidung stehst, einen großen Sprung zu machen, denke daran, dass Großes entsteht, wenn du handelst bevor du dich bereit fühlst. Vertraue darauf, dass du auf dem Weg lernst und vertraue darauf, dass sich dein Weg allmählich entfalten wird wenn du weitermachst.

3. Dein Selbstwertgefühlt sollst du dir verdienen

Der einzige Faktor, der etwas daran ändert, wie sehr du dich mit deinem Selbstwertgefühl verbunden fühlst ist dein Glaube, der von dem beeinflusst wird, was dir beigebracht wurde. Manchmal geht es nicht darum, dein Leben durch Geld, Leistungen und materielle Besitztümer zu bereichern, um sich selbst wertvoll zu fühlen.

Manchmal geht es darum, einschränkende Denkmuster zu überwinden und die Glaubenssätze zu verlernen, die dich davon überzeugt haben, weniger von dir selbst zu halten. Vielleicht wurdest du im Laufe deines Lebens durch negative Erfahrungen, Menschen oder Traumata darauf konditioniert zu glauben, dass Selbstwert etwas ist, das man sich erst verdienen muss, bevor man es für sich beanspruchen darf.

Es gibt zwar Dinge, für die man im Leben hart arbeiten sollte, wie einen Traumjob oder finanzielle Unabhängigkeit, aber Selbstwert ist ein Gefühl, das man von Natur aus verdient hat.

4. Du musst X bis zum Zeitpunkt Y in deinem Leben erreichen, um erfolgreich zu sein

Sagst du dir selbst, dass du ein bestimmtes Ziel zu einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Leben erreichen musst, um als erfolgreich zu gelten? Oder hast du sogar eine Checkliste mit Meilensteinen, die du gerne erreichen würdest und bist hart zu dir selbst, weil du diese Ziele nicht zum geplanten Zeitpunkt erreichst?

Diese Lüge wird noch übertriebener, wenn du dich umschaust und das Gefühl hast, dass alle erfolgreicher sind als du oder dass es ihnen im Leben besser geht als dir selbst. Die Wahrheit ist, dass jeder seinen eigenen Zeitplant hat und das Leben kein Wettlauf ist. Was auf den ersten Blick wie sofortiger Erfolg aussieht könnte tatsächlich ein Ziel sein, auf das jemand, den du bewunderst, jahrelang hingearbeitet hat, ohne dass es nach außen so wirkt.

Ein erfolgreiches Ziel ist es wert, gefeiert zu werden, egal wie lange es dauert. Was am meisten zählt, ist deine Entschlossenheit und Beharrlichkeit um es zu verwirklichen.

5. Es wird oder du wirst immer so sein.

Die Angst kann deinen Verstand in einer Schleife gefangen halten, sodass du glaubst, dass sie dein ganzes Leben lang präsent sein wird. Die Angst belügt dich, indem sie dich an all die Zeiten erinnert, in denen du sie nicht überwinden konntest. Du denkst vielleicht, dass du dich angesichts deiner Ängste und Unsicherheiten immer schwach fühlen wirst, aber all das ist Teil des negativen Einflusses der Angst.

Schlechte Erinnerungen sind aufgrund des Überlebens und der Evolution leichter zu behalten als gute. Wenn du eine negative Erfahrung machst, machen die beiden emotionsverarbeitenden Regionen des Gehirns dich auf das aufmerksam, was sich gefährlich anfühlt. In einem Versuch dich zu schützen prägt sich dein Gehirn diese negativen Gefühle ins Gedächtnis ein, damit du dich besser auf zukünftige ähnliche Erfahrungen vorbereiten kannst.

Für jede negative Erinnerung, die du hast, versuche auch an zwei andere positive Erinnerungen zu denken. Diese Übung wird dir helfen deine Vergangenheit in ein positives Licht zu rücken und kann eine optimistischere Sicht auf deine Zukunft fördern.

6. Veränderung ist schlecht

Hast du Angst vor Veränderungen? Viele von uns haben das. Wir fürchten uns vor Veränderungen, weil sie unsicher sind. Durch Angst wird diese Angst noch verstärkt, manchmal bis zu dem Punkt, an dem man sich wie gelähmt fühlt.

Eine unglückliche Trennung vor zwei Jahren lässt vielleicht Raum für die Liebe deines Lebens, die erst später kommt. Wenn du es jetzt nicht ins Fußballteam schaffst, könntest du deine Leidenschaft für eine neue Sportart entdecken, und ein Konflikt mit einem Freund oder einer Freundin könnte deine Bindung zu ihm/ihr auf eine Weise vertiefen, die du dir nicht hättest vorstellen können.

Veränderungen können gut sein, solange du sie zulässt.

Konntest du dich mit einer der Punkte identifizieren? Wenn diese Gedanken oder Lügen auftauchen, zwinge dich nicht sie abzuwehren, auch wenn sich das anfangs als Herausforderung erweist. Erlaube es ihnen, wie die Wolken am Himmel zu erscheinen. Beobachte, wie sie durch deinen Geist ziehen und lass sie dann davonschweben.

Du musst an nichts davon glauben oder daran festhalten. Mit etwas Übung wirst du feststellen, dass sie immer weniger Raum in deinem Geist einnehmen. Wisse, dass diese Gedanken nicht deine eigenen sind und dass es auch eine innere Stimme gibt, die dich mit Positivität ermutigt. Dein Geist besteht nicht nur aus angsterfüllten Gedanken.

Wenn du diesen Beitrag hilfreich findest teile ihn gerne mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal!

Sag' uns deine Meinung dazu

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.